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Tuesday, September 8, 2020

Corona weltweit: Österreicher bekommen Scheck von Trump - Süddeutsche Zeitung

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Von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind auch bei etlichen Österreichern gelandet. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1200 Dollar (etwa 1000 Euro) sind nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst worden. Zu den Empfängern zählt auch ein Rentner aus Linz in Oberösterreich, der einst für kurze Zeit in den USA gearbeitet hatte. Er habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt, sagte der Mann in der ORF-Nachrichtensendung ZiB2. Die Bank habe die Echtheit des Schecks aber überprüft, und wenig später habe er das Geld auf dem Konto gehabt.

Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein. Die US-Regierung hatte Schecks an zahllose Menschen geschickt, gedacht als Hilfe in der Coronavirus-Krise. US-Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75 000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150 000 Dollar entsprechend 2400 Dollar. Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote. Offenbar hatten das Finanzministerium und die Steuerbehörde vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen.

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Im Fall des Rentners aus Linz wird das Geld zu einem guten Teil in die USA zurückfließen. Sollten die Reisebeschränkungen wieder fallen, werde er dort endlich mal wieder Urlaub machen, kündigte er an.

Indien hat die zweitmeisten Corona-Fälle weltweit

Indien hat Brasilien nun als das Land mit der zweithöchsten Corona-Ansteckungsrate abgelöst. Am Montag verzeichnete das indische Gesundheitsministerium 90 802 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und hat damit mehr als 4,2 Millionen Fälle insgesamt registriert. Nur die USA mit ihren mehr als sechs Millionen Fällen sind noch stärker von der Pandemie betroffen. Bei der Zahl der Todesfälle nach einer Virusinfektion steht Indien weiter an Platz drei mit 71 642 Opfern - das Ministerium meldete 1016 weitere Tote innerhalb eines Tages.

In den vergangenen vier Wochen hat Indien mehr als zwei Millionen neue Fälle entdeckt, seit fast einem Monat verkündet es die höchsten Tageswerte bei Corona-Neuinfektionen. Nach und nach greift das Virus nun in kleinere Städte und Gemeinden über. Dennoch bleibt die indische Regierung bei dem Kurs, Corona-Beschränkungen zu lockern, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Am Montag etwa nahm die Delhi Metro nach fünf Monaten wieder ihren Betrieb auf, ein Schnellstreckennetz, das die Hauptstadt Neu Delhi mit den umliegenden Gebieten verbindet. Es durften lediglich Personen in die Züge, die frei von Symptomen waren. Masken, Abstand zu anderen Reisenden und Temperaturüberprüfungen waren verpflichtend. Vor der Schließung im März transportierten die Züge durchschnittlich 2,6 Millionen Passagiere täglich, es ist das größte Schnellverkehrssystem im Land.

Australien finanziert zwei Impfstoff-Kandidaten

Australien hat sich mit Pharmaunternehmen auf die Produktion und Bereitstellung zweier potenzieller Impfstoffe gegen das Coronavirus geeinigt. Die Deals hätten einen Gesamtumfang von 1,7 Milliarden australischen Dollar (etwa eine Milliarde Euro), teilte die Regierung am Montag mit. Danach sollen die britische Universität Oxford in Kooperation mit AstraZeneca sowie die australische University of Queensland im Tandem mit CSL mehr als 84,8 Millionen Vakzindosen für Down Unders Bevölkerung von 26 Millionen Menschen liefern. Die potenziellen Impfstoffe sollen fast ausschließlich in Melbourne produziert werden.

Premierminister Scott Morrison sagte, die Vakzin-Kandidaten müssten zunächst auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit getestet werden und alle nötigen behördlichen Auflagen erfüllen, ehe es für die Öffentlichkeit verfügbar gemacht werde. Jeglicher Impfstoff solle für alle australischen Bürger kostenlos sein.

In Australiens zweitbevölkerungsreichstem Staat Victoria ist der Lockdown in der Stadt Melbourne bis zum 28. September verlängert worden, da die täglichen Infektionszahlen langsamer als erhofft sinken. Etwa 75 Prozent der 26 320 Fälle und 90 Prozent der 762 Todesfälle des Landes entfallen auf Victoria.

Polizei vertreibt Mallorca-Urlauber mit Hubschrauber vom Strand

Um die Corona-Maßnahmen auf Mallorca durchzusetzen, setzt die Polizei nun einen Hubschrauber gegen renitente Badegäste ein. Die Maschine flog am Wochenende abends im Tiefflug über Strände, um die angeordnete nächtliche Schließung ab 21 Uhr durchzusetzen, wie die Zeitung Diario de Mallorca berichtete. "Räumen sie die Strände", forderte die Polizei über Lautsprecher die Menschen auf. In Videoaufnahmen war zu sehen, wie Badegäste angesichts der Lautstärke und der heftigen Winde unter dem Rotor des Hubschraubers vom Strand Richtung Promenade flohen.

Die Regionalregierung der Balearen hatte Ende August wegen wieder stark steigender Infektionszahlen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie etwa die nächtliche Schließung von Stränden und Parks zwischen 21 und 7 Uhr angeordnet. Über weitere Maßnahmen wie etwa lokale Ausgangsbeschränkungen soll von Montag an entschieden werden.

Deutsche können zwar weiterhin auf die beliebte Ferieninsel reisen. Das Robert Koch-Institut hat jedoch ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt und das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen Reisen dorthin.




September 08, 2020 at 06:56AM
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